Antrag auf kostenlose Fahrradmitnahme bei der Gäubodenbahn durch die ILE

(Anregung vom Markt Mallersdorf-Pfaffenberg)

Bürgermeister Wellenhofer kritisiert, dass es Geld kostet, bei der Gäubodenbahn sein Fahrrad mitzunehmen. Dies sei bei anderen Bahnlinien nicht der Fall. Eine bürgerfreundlichere Lösung wäre vorteilhaft. Da sich durch eine kostenlose Fahrrad-Mitnahme neue Optionen für Radtouren eröffnen und zu den in Frage kommenden Stoßzeiten (v.a. am Wochenende) genügend Platz im Zug vorhanden ist, könnte sich dies auch für die Deutsche Bahn als lukrativ herausstellen.

Auch die Ausweitung der Fahrzeiten könnte man im Dialog mit der Deutschen Bahn ansprechen. Bürgermeister Grau merkt an, dass vor allem am Morgen ein zusätzlicher, noch früherer Zug sinnvoll wäre. Es wäre ausreichend, die Fahrten auf das Wochenende zu beschränken.

Beschluss:

An die Deutsche Bahn werden folgende Anträge gestellt:

a. Die Mitnahme von Fahrrädern ist in der Gäubodenbahn kostenlos möglich.

b. Der Fahrplan in der Gäubodenbahn wird am Samstag und am Sonntag um eine oder mehrere Fahrten am Morgen - vor den bisherigen Fahrzeiten – erweitert.

Kernwegnetz (Entscheidung zur Prioritätenliste)

 Referent: Herr Aigner, ALE Landau a.d. Isar

Die zentrale Frage ist, welche Kernwege am wichtigsten sind und wie man das Wegenetz zusammenfügt. Herr Aigner zeigt hierzu anhand einer Karte die am stärksten befahrenen Wege der ILE-Gemeinden. Die Gemeinde Aholfing verzichtet auf eine Beteiligung am Förderprojekt. Bürgermeister Grau stellt klar, dass sich die Gemeinde Laberweinting nur bei ausreichenden Finanzhilfen beteiligt. Die Stadt Geiselhöring wird noch eine Vorauswahl treffen.

Herr Aigner versichert auf Nachfrage verschiedener Bürgermeister, dass bei einer Zusage vorerst noch keine Verpflichtungen entstehen.

Als federführende Gemeinde stellt sich Laberweinting zur Verfügung. Falls die bisher geplanten Wege der Laberweinting wegfallen sollten, übernimmt die Stadt Geiselhöring

Den Vorsitz für das Projekt übernimmt Herr Aigner.

Der Vorstand besteht aus den Bürgermeistern der teilnehmenden Gemeinden (Geiselhöring, Laberweinting, Mallersdorf-Pfaffenberg, Rain).

Ausbaureihenfolge Kernwegenetz:

Die Steuergruppe der ILE Laber legt die Ausbaureihenfolge der Wege mit Priorität 1 fest. In einer ersten Ausbauphase sollen besonders wichtige und zur sofortigen Umsetzung geeignete Kernwege erstellt werden. Die Wege sind in der beigefügten Liste (Anlage 1 zum Vertrag) erfasst.

Das Entscheidungsgremium beschließt: „ Die Wege laut Anlage 1 sollen in einer ersten Ausbauphase umgesetzt werden. Die weiteren Wege der Priorität 1 sollen in einer späteren zweiten Umsetzungsphase verwirklicht werden.“

 

Antrag auf Anordnung eines Verfahrens nach § 86 FlurbG.

Das Entscheidungsgremium beschließt: „Zur Umsetzung der Kernwege laut Anlage 1 ist die Anordnung eines Verfahrens nach § 86 FlurbG sinnvoll und notwendig. Ein entsprechender Antrag wird am ALE Niederbayern gestellt. Federführende Gemeinde für die Antragsstellung ist die Gemeinde Laberweinting“.

Antrag auf Durchführung einer Objektplanung der Leistungsphasen 1 und 2 nach HOAI für Verkehrsanlagen.

Das Entscheidungsgremium beschließt: „Vor Anordnung eines Verfahrens nach § 86 FlurbG ist es sinnvoll, die zur Umsetzung vorgesehenen Kernwege vorab mittels einer Objektplanung Phase 1 und 2 zu untersuchen. An das Amt für Ländliche Entwicklung wird daher der Antrag gestellt eine entsprechende Objektplanung beim Verband für Ländliche Entwicklung Niederbayern in Auftrag zu geben. Federführend Gemeinde zur Antragsstellung ist die Gemeinde Laberweinting.“

Evaluierung von ILE-Projekten (Stand der Projekte)

Handlungsfeld 1: Lebenswerte Heimat

P 1.5 Barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raumes und der Gemeinschaftseinrichtungen

(Gemeinde Atting)

Bürgermeister Ruber stellt das generalsanierte Bauwerk ,,Bürgerhaus Alte Schule Atting‘‘ als Referenzprojekt in Sachen Barrierefreiheit vor. Er erklärt die komplizierte Planungsfindung des Vorhabens, welche bereits im Jahr 2010 begann. Aufgrund des Denkmalschutzes kam nur eine Generalsanierung in Frage. Dadurch war die Möglichkeit gegeben, die Barrierefreiheit des Gebäudes von Grund auf in den Mittelpunkt zu stellen. Durch den neuen Aufzug und den elektrischen Türöffner ist es nun möglich, das gesamte Gebäude auch mit Rollstuhl zu erreichen. Deshalb sind die Räumlichkeiten für ansässige Vereine und Gruppierungen (Seniorengruppen, Workshops, Kirchenchor, etc.) besonders interessant. Eine elektronische Schließanlage gewährt eine genaue Berechtigung, wer wann welchen Raum betreten kann.

Die renovierte ,,Alte Schule‘‘ wird von den Bürgern sehr positiv angenommen.

Kosten: ca. 1,8 Mio €

Bewilligte Förderung: 565.000 €

Handlungsfeld 2: Sichere Existenz

P 2.1 Werbegemeinschaft und Imagekampagne für Gewerbeflächen in den ILE-Gemeinden

und

P 2.2 Aufbau einer Gewerbeflächenbörse

(Stadt Geiselhöring)

Bürgermeister Lichtinger hält eine gemeinsame Vermarktung der Gewerbeflächen nicht für sinnvoll. Interessant wäre vielmehr eine Möglichkeit zur gegenseitigen Verlinkung auf den Homepages der Gemeinden.

P 2.6 Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse in der ILE-Region,

(Markt Mallersdorf-Pfaffenberg)

Bürgermeister Wellenhofer bemerkt, dass das Hauptproblem an dem am Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehenden Auszubildenden liegt.

Frau Stadler weist darauf hin, dass auf der ILE-Homepage eine Ausbildungs- und Stellenbörse vorhanden ist.

P 2.8 Flächendeckende Breitbandversorgung

(Markt Mallersdorf-Pfaffenberg)

Die Aufgabe liegt jeweils bei den einzelnen Gemeinden, sich um eine Breitbandversorgung zu kümmern.

Handlungsfeld 3: Kultur und Erlebnis

P 3.1 Gemeindeübergreifende Bewerbung des kulturellen Angebots

(Gemeinde Laberweinting)

Bürgermeister Grau erklärt, dass das Kulturprogramm der Gemeinde Laberweinting bereits online ist. 

P 3.6 Sensibilisierung für die Thematik der Wirtshäuser auf vielen Ebenen

(Gemeinde Aholfing)

Um eine bessere Auseinandersetzung mit der Thematik zu ermöglichen, benötigt Bürgermeister Wagner gesammelte Informationen über die Öffnungszeiten und die Besonderheiten (z.B wird Essen angeboten oder nicht) der Wirtshäuser und Vereinsheime, sowie Orte und Uhrzeiten der Veranstaltungen in den Gemeinden. Nach Rücksprache und Zustimmung der Wirte kann dann z. B. über Radio AWN Werbung gemacht werden.

Als weitere Möglichkeiten zur Informationsverbreitung werden Flyer oder eine App genannt. Hierbei beträgt die Mindestsumme für eine Förderung laut Frau Hilmer 5.000€.

Handlungsfeld 4: Lebende Region

P 4.14 Abgestimmte Standorte für Tagespflegeeinrichtungen

(Gemeinde Rain)

Bürgermeisterin Bogner informiert über die aktuellen Aktivitäten der Gemeinde Rain. Es ist fraglich, ob die Seniorenbetreuung/Tagespflege etc. ein gemeinsames ILE-Thema sein kann.

Die Stadt Geiselhöring hat bereits ein Altenheim.

Die Gemeinde Rain stellt sich eine Lösung vor, in der z.B. Alternative Wohnformen im Alter, Tagespflege, ambulante Betreuung, Wohnung mit Notruf, Alters-WG, etc. kombiniert werden können.

Handlungsfeld 5: Hand in Hand

P 5.1 Regelmäßige Treffen der Geschäftsleiter/innen

und

P 5.2 Gemeinsame Anstellungen bzw. Beauftragung von Spezialisten und externen Dienstleistern

(Markt Mallersdorf-Pfaffenberg)

Geschäftsleitertreffen haben bereits stattgefunden und werden bei Bedarf wieder einberufen.

Kurzbericht der LEADER-LAG-Geschäftsführerin

Referentin: Frau Hilmer, Regionalentwicklungsverein Straubing-Bogen

Frau Hilmer informiert, dass im Rahmen des LEADER-Programms sowohl die Fördergelder, als auch die Anforderungen erhöht werden.

Fr. Hilmer gibt einen kurzen Überblick über den Stand der aktuellen Projekte.

Rain

Der Bewegungspark ist bereits fertig gestellt worden. Die Umsetzung und Abrechnung laufen gut, die Fördergelder sind im Frühjahr 2019 zu erwarten.

Laberweinting

Der Bewegungspark befindet sich in der Umsetzungsphase. Mit der Fertigstellung ist gegen Ende des Jahres 2019 zu rechnen.

Atting

Der Förderantrag für den Bewegungspark ist übergeben worden.

Mallersdorf-Pfaffenberg

Der Bewegungspark ist bereits abgerechnet.

Jeder Projektträger hat 2 Jahre Zeit für die Fertigstellung des Bewegungsparks.

Mit der Erfüllung des Meilensteins 2019 könnten wieder Fördergelder frei werden, es sollte also bereits für 2020 geplant werden.

Verbraucherzentrale Bayern, Beratungsstützpunkt im Landkreis Straubing-Bogen

Referent: Frau Hilmer, Regionalentwicklungsverein Straubing-Bogen

Die Verbraucherzentrale hat eine Beratungsstation für ,,Energie-Checks‘‘ im Landkreis geschaffen. Diese Berater könnten auch 2 - 3 x im Jahr ins ILE-Laber-Gebiet kommen. Das Hauptziel ist die Beratung von Privatleuten in Energiefragen (Haustechnik, Förderprogramme)

Es wird allgemeines Interesse an diesem Konzept bekundet.

Die Energiescouts sollten eingebunden werden.

Als neuer Leiter des Arbeitskreises Energie wurde Wilhelm Zirngibl eingesetzt.

Festlegung des nächsten Sitzungsorts und – termins

Sitzungsort: Rathaus Laberweinting

Termin: Mittwoch, 15. Mai 2019, 8.30 Uhr

Anregungen/ Verschiedenes

Realsteuerstelle

Eine landkreisweite Lösung kommt nicht zustande.

Bei Bedarf kann sich jede ILE-Gemeinde mit der Realsteuerstelle in Regensburg oder mit der ILE Gäuboden-Realsteuerstelle in Leiblfing in Verbindung setzen.

 

 

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